Pilotprojekt für Ponysport und -zucht - Kontaktbörse „Top-Pony sucht Topreiter“
Unter dem Motto „Toppony sucht Topreiter“ sollen in einer Pilotveranstaltung Züchter beziehungsweise Pferdebesitzer von qualitativ hochwertigen Ponys und Nachwuchsreiter aus den Bundes- und den Landeskadern zusammengebracht werden. Die Pony-Bundestrainer der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit werden am 24. und 25. April auf der Anlage des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf die Ponys begutachten und von Ponyreitern aus den verschiedenen Bundeskadern testen lassen.
„Wir stellen uns eine Art Kontaktbörse vor, um gute Paare zusammenzubringen und den Ponysport und die Ponyzucht weiter zu fördern“, erklärt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Einerseits könne es sein, dass ein Jugendlicher aus den Bundeskadern selbst noch ein Pony suche, andererseits könnten die Trainer auch eine Empfehlung an den entsprechenden Landesverband gegeben, dieses Pony an einen Reiter zu vermitteln. „Wir wissen, dass wir viele talentierte Ponyreiter haben, aber nicht alle haben die Möglichkeit, ein talentiertes Pony zu finden“, erklärt Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend. Als Vertreter der Zuchtverbände sind die Vorsitzenden beziehungsweise Zuchtleiter zu dieser „Kontaktbörse“ in Warendorf eingeladen. Ziel ist es, dass nach der bundesweiten Pilotveranstaltung das Projekt auf Landesverbands- und Zuchtverbandsebene Verbreitung findet. „Zukünftig sollen die Landestrainer der verschiedenen Disziplinen mit den Kaderreitern geeignete Ponys in den jeweiligen Zuchtgebieten suchen“, sagt Miesner.
Die Ponys, die für die „Sichtung“ in Frage kommen, sollten zwischen drei- und sechs Jahre alt sein und „Bundeschampionats-Qualität“ haben. Bei entsprechenden Erfolgen kommen auch ältere Ponys in Frage. Die Pferdebesitzer müssen das Pony beim Zuchtverband des Ponys anmelden, dieser entscheidet dann, ob das Pferd aus seiner Sicht für die Veranstaltung geeignet ist. Am Samstag, 24. April, stehen die Disziplinen Springen und Vielseitigkeit auf dem Programm, am Sonntag, 25. April, dann die Dressur. Der genaue Zeitplan wird erst nach Nennungsschluss festgelegt. Für die Ponys, die eine weite Anreise von mehreren Stunden nach Warendorf haben, besteht die Möglichkeit, bereits am Vorabend in eine Box des DOKR zu den normalen Tagessätzen eingestallt zu werden.
Bei der Anmeldung beim Zuchtverband müssen die bisherigen sportlichen Erfolge des Ponys und eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Zur Veranstaltung selbst müssen ein gültiger Pferdepass und eine aktuelle Messbescheinigung mitgebracht werden. Außerdem müssen die Pferde entsprechend der LPO-Bestimmungen geimpft sein. Die Pferdebesitzer sollen möglichst einen geeigneten Reiter mitbringen, um das Pony bei der ersten Präsentation vorreiten zu können. Die Ausrüstung des Reiters muss den Anforderungen gemäß LPO §68, die des Ponys muss den Anforderungen gemäß LPO §70 entsprechen. Evw (fn-press)


